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Regeltest DFB-Schiedsrichterzeitung 05/2005 - Lösung


1. Nachdem ein Angreifer den Ball vor das Tor getreten hat, versetzt er aus Verärgerung wegen eines zuvor geführten regelgerechten Zweikampfs einem Verteidiger einen Schlag. Der Assistent zeigt das Vergehen sofort mit der Fahne an. Da sich der Ball vor dem Tor befindet, sieht der Schiedsrichter das Fahnenzeichen nicht. Unmittelbar danach wird durch einen Abwehrspieler ein Eigentor erzielt. Nun sieht der Schiedsrichter das Fahnenzeichen und muss wie er entscheiden?
Der Schlag des Angreifers erfolgte vor der Torerzielung und wurde vom Assistenten angezeigt; er ist deshalb zu bestrafen. Dass anschließend nicht ein Angreifer, sondern der Verteidiger ein Eigentor erzielte, ist für die Bewertung des Vorgangs unerheblich. Das Tor kann nicht anerkannt werden. Der Angreifer muss wegen des Schlages des Feldes verwiesen und das Spiel mit einem direkten Freistoß fortgesetzt werden.


2. Ein Abwehrspieler wird, in Strafraumhöhe auf der Seitenlinie stehend, in der Nähe des Assistenten behandelt. Bei einem Zuspiel eines Mitspielers steht ein Angreifer etwa zehn Meter in der gegnerischen Spielfeldhälfte und hat nur noch den Torwart vor sich. Wie muss der Schiedsrichter-Assistent reagieren und der Schiedsrichter entscheiden?
Während des laufenden Spiels ist die Behandlung eines Spielers auf dem Spielfeld nicht zulässig. Wenn diese trotzdem erfolgt und der Spieler auf der Seitenlinie und somit im Feld steht, wird dieser Spieler bei der Bewertung einer Abseitsposition als zweiter Abwehrspieler berücksichtigt. Deshalb muss der Assistent auf das Fahnenzeichen verzichten und der Schiedsrichter darf das Spiel nicht unterbrechen.


3. Während das Spiel läuft, nimmt ein Spieler, der innerhalb des Spielfeldes steht, eine unmittelbar an der Seitenlinie stehende Trinkflasche und wirft sie nach einer Provokation einem Offiziellen in der gegnerischen Technischen Zone heftig gegen den Körper. Nach dem Fahnenzeichen des Assistenten unterbricht der Schiedsrichter deshalb das Spiel. Wie ist zu entscheiden?
Der Spieler trifft mit dem Wurf außerhalb des Spielfeldes einen Offiziellen, somit keinen Gegner. Damit begeht er eine grobe Unsportlichkeit, die mit einem Feldverweis zu ahnden ist. Da der Kontakt außerhalb des Spielfeldes erfolgte und kein Gegner getroffen wurde, ist auf indirekten Freistoß dort, wo der Spieler steht, zu entscheiden.


4. Nachdem der Torwart den Ball unerlaubt zum zweiten Mal mit den Händen unter Kontrolle gebracht hat, muss zwei Meter vor dem Tor auf indirekten Freistoß entschieden werden. Nach der Spielunterbrechung gibt der Torwart den Ball frei und am Ort der Ballaufnahme führt ein Angreifer sofort den Freistoß in Richtung Strafstoßpunkt aus. Von dort wird der Ball ins Tor geschossen. Wie ist zu entscheiden?
Wenn wegen eines Vergehens innerhalb des Torraums auf indirekten Freistoß für die angreifende Mannschaft entschieden wurde, muss die Ausführung auf der zur Torlinie parallel verlaufenden Torraumlinie zwingend von dem Punkt erfolgen, der dem Tatort am nächsten gelegen ist. Deshalb kann das Tor nicht anerkannt werden. Der Freistoß muss erneut am richtigen Ort ausgeführt werden.


5. Mit Kenntnis des Schiedsrichters erfolgt außerhalb des Spielfeldes die Behandlung eines Spielers. Wenige Minuten später köpft dieser Spieler vor Überschreiten der Torlinie den Ball ins Aus. Nun bemerkt der Schiedsrichter, dass es sich um den Spieler handelt, der zuvor außerhalb des Spielfeldes behandelt wurde. Wie ist zu entscheiden, wenn der Spieler ohne Zustimmung des Schiedsrichters unbemerkt das Spielfeld betreten hatte und zuvor bereits verwarnt war? Ort der Spielfortsetzung?
Der Spieler betrat ohne Zustimmung des Schiedsrichters das Spielfeld. Als der Ball nach dem Kopfball über die Torlinie ins Aus geht, stellt der Schiedsrichter diesen Sachverhalt fest. Deshalb ist auf indirekten Freistoß auf der Torraumlinie zu entscheiden. Da der Spieler bereits verwarnt war, ist er mit „Gelb/Rot” des Feldes zu verweisen. „Rot” ist nicht möglich, da das Spielen des Balles mit dem Kopf kein Vergehen nach Regel 12 ist, das mit Feldverweis zu ahnden ist.


6. Als der Ball die Seitenlinie überschritten hat, hebt der Assistent die Fahne. Durch schlechtes Stellungsspiel erkennt der Schiedsrichter dies nicht. Nachdem der Ball in den Strafraum gelangt ist, muss nach einem Halten eines Verteidigers auf Strafstoß entschieden werden. Wie muss sich der Assistent verhalten und der Schiedsrichter entscheiden?
Der Assistent muss das Fahnenzeichen beibehalten und damit anzeigen, dass der Ball die Seitenlinie überschritten hatte. Deshalb können alle nachfolgenden Spielhandlungen nicht mehr mit einer Spielstrafe geahndet werden. Der Schiedsrichter muss, da das Spiel nach seiner Entscheidung noch nicht fortgesetzt wurde, die Strafstoß-Entscheidung zurücknehmen. Das Spiel ist deshalb mit einem Einwurf fortzusetzen.


7. Ein Einwurf wird auf der richtigen Höhe, aber fünf Meter entfernt von der Seitenlinie von einem Angreifer in Höhe des Strafraums ausgeführt. Der Assistent hebt deshalb sofort die Fahne. Da der Schiedsrichter mit dem Rücken zum Assistenten steht, sieht er das Zeichen nicht. Unmittelbar danach schießt ein weiterer Angreifer den Ball ins Tor. Nun erkennt der Schiedsrichter das Fahnenzeichen und muss nun wie entscheiden?
Der Einwurf darf maximal einen Meter von der Seitenlinie entfernt ausgeführt werden. Die Regelverletzung zeigt der Assistent auch sofort an. Unmittelbar danach wird das Tor erzielt. Damit besteht noch ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Vergehen, Anzeige und Torerfolg. Das Tor darf deshalb nicht anerkannt werden und der Einwurf muss am richtigen Ort von der gleichen Mannschaft wiederholt werden.


8. Ein Tor wird erzielt. Zum Zeitpunkt der Torerzielung befand sich der Torwart, gegen dessen Mannschaft das Tor erzielt wurde, zur Behandlung einer Verletzung außerhalb des Spielfeldes, seitlich des Tores. Auf diesen Sachverhalt wird der Schiedsrichter vor dem Anstoß aufmerksam gemacht. Wie muss der Schiedsrichter entscheiden, wenn sich der Torwart nicht abgemeldet und außerdem auch der Spielführer ihn darüber nicht informiert hatte? Ist der Torwart zu verwarnen?
Obwohl der Torwart das Spielfeld zur Behandlung einer Verletzung verlassen hat, gehört er weiter zur Mannschaft und zum Spiel. Da der Schiedsrichter über diesen Vorgang weder vom Torwart noch vom Spielführer informiert wurde, besteht kein Anlass, das Tor nicht anzuerkennen. Da das Spielfeldverlassen nicht unsportlich ist, ist der Torwart nicht zu verwarnen.


9. Ein Tritt in die Beine eines Gegenspielers - außerhalb des Blickfeldes des Schiedsrichters - wird vom Assistenten mit der Fahne angezeigt. Kurz danach geht der Ball über die Seitenlinie ins Aus. Noch vor der Einwurf-Ausführung erkennt der Schiedsrichter das Fahnenzeichen. Bevor er jedoch das Spiel deshalb stoppen kann, erfolgt die Ausführung. Unmittelbar danach unterbricht er sofort das Spiel und stimmt der Spielfortsetzung nicht zu. Wie muss er nach Rücksprache mit dem Assistenten entscheiden?
Der Schiedsrichter erkennt das Fahnenzeichen des Assistenten noch vor der Einwurf-Ausführung. Da er sofort in die Ausführung eingreift, macht er deutlich, dass er der Spielfortsetzung nicht zustimmt. Deshalb gilt das Spiel nach dem Tritt und der folgenden Spielunterbrechung als nicht fortgesetzt Der schuldige Spieler muss des Feldes verwiesen und das Spiel mit direktem Freistoß fortgesetzt werden.


10. Ein Angreifer führt in Strafraumnähe korrekt einen weiten Einwurf aus. Den vor dem Tor aufspringenden Ball kann der Torwart nicht erreichen. Um zu verhindern, dass der Ball unmittelbar vor der Torlinie von einem Angreifer ins Tor geköpft wird, hält ein Verteidiger den Ball vor der Torlinie mit der Hand auf. Wie muss entschieden werden?
Aus einem Einwurf kann ein Tor direkt nicht erzielt werden. Deshalb wäre das Handspiel des Verteidigers zunächst keine Torverhinderung. Da jedoch einem Angreifer durch das Handspiel unmittelbar vor dem Tor die Chance genommen wird, den Ball ins Tor zu köpfen, wird eine Torchance verhindert. Deshalb muss der Verteidiger des Feldes verwiesen werden. Spielfortsetzung mit einem Strafstoß.


11. Ein Spieler befindet sich mit Zustimmung des Schiedsrichters außerhalb des Spielfeldes. Danach läuft er unbemerkt vom Schiedsrichter wieder auf das Spielfeld und erzielt wenig später ein Tor. Nun macht der Assistent den Schiedsrichter darauf aufmerksam, dass dieser Spieler kurz zuvor ohne Zustimmung das Spielfeld betreten hatte. Wie ist das Verhalten des Assistenten zu werten und wie ist nun zu entscheiden?
Zunächst hat der Assistent einen Fehler gemacht, da er den unerlaubten Spieleintritt nicht sofort angezeigt hat. Dadurch wäre die nun entstandene Situation zu vermeiden gewesen. Da der Spieler ohne Zustimmung des Schiedsrichters am Spiel teilnahm, kann das Tor nicht anerkannt werden. Das Spiel ist mit einem indirekten Freistoß dort fortzusetzen, wo der Ball bei dem Torschuss gespielt wurde. Der Spieler ist zu verwarnen.


12. Zweikampf an der Torlinie. Der Angreifer gerät dabei über die Torlinie. Anschließend will der Verteidiger, der innerhalb des Spielfeldes steht, den Ball zu seinem Torwart spielen. Der Angreifer läuft nun im Blickfeld der Abwehrspieler wieder ins Spielfeld, kann den Ball erreichen und ein Tor erzielen. Wie muss der Assistent reagieren und wie muss entschieden werden?
Das Verlassen des Spielfeldes erfolgte nicht absichtlich und ist deshalb nicht unsportlich. Daher darf der Angreifer wieder ohne Anmeldung über die Torlinie ins Spielfeld laufen und den Ball annehmen. Ein Fahnenzeichen des Assistenten darf nicht erfolgen, da keine Abseitsposition gegeben ist und das Abspiel vom Gegner und nicht vom Mitspieler erfolgte. Das Tor ist daher anzuerkennen.


13. Der Schiedsrichter zeigt einem Spieler nach einem Foul, das eine Verwarnung erfordert, „Gelb/ Rot”. Daraufhin beleidigt der Spieler den Schiedsrichter. Wie muss der Assistent reagieren, wenn dieser Spieler zuvor noch nicht verwarnt war? Wie muss entschieden werden?
Der Assistent versucht, durch ein Fahnenzeichen oder durch Laufen auf den Platz die Spielfortsetzung zu verhindern. Danach muss der Schiedsrichter, da seine Entscheidung falsch war, „Gelb/Rot” zurücknehmen. Wegen der Beleidigung muss der Spieler mit „Rot” des Feldes verwiesen werden. Nach der Information beider Spielführer ist das Spiel mit einem direkten Freistoß fortzusetzen,


14. Ein Angreifer läuft mit dem Ball am Fuß alleine auf das Tor zu. Knapp vor dem Strafraum reißt ein Verteidiger den Angreifer mit den Händen zu Boden. Der Ball gelangt zu einem anderen Angreifer, der den Ball kontrolliert nach einigen Schritten ungehindert auf das Tor schießen kann. Der Torwart kann den Ball abwehren und dann ins Feld abschlagen. Wie muss der Schiedsrichter entscheiden?
Weiterspielen muss die Entscheidung lauten. Durch das Umreißen wollte der Verteidiger den Angriff unterbinden. Da der Ball anschließend zu einem weiteren Angreifer gelangte und dieser ungehindert auf das Tor schießen konnte, wurde keine Torchance verhindert. Wegen des unsportlichen Umreißens ist der Verteidiger in der nächsten Spielunterbrechung zu verwarnen.


15. Unmittelbar vor Ende der ersten Halbzeit schlägt außerhalb des Blickfeldes des Schiedsrichters ein Spieler einen Gegner mit dem Ellenbogen. Bevor der Schiedsrichter das Fahnenzeichen des Assistenten wahrnimmt, beendet er mit dem Pfiff die erste Halbzeit. Wie ist durch den Schiedsrichter zu entscheiden, wenn ihm der Vorgang nun sofort durch den Assistenten gemeldet wird?
Der Halbzeitpfiff beendet die Spielzeit der ersten Halbzeit, ist aber keine Spielfortsetzung. Da die Meldung durch den Assistenten unmittelbar nach dem Abpfiff auf dem Platz erfolgt, ist der Spieler mit der Roten Karte des Feldes zu verweisen. Spielfortsetzung nach der Halbzeitpause mit Anstoß.


16. Vom Assistenten wird ein gewünschter Spielerwechsel angezeigt. Als das Spiel wegen einer Freistoß-Entscheidung unterbrochen ist, weigert sich der betroffene Spieler, der ausgetauscht werden soll, das Spielfeld zu verlassen. Wie soll sich der Schiedsrichter verhalten und gegebenenfalls entscheiden?
Ob ein Spieler ausgewechselt wird, liegt nicht in der Verantwortung des Schiedsrichters. Deshalb fordert der Schiedsrichter den Spielführer der betroffenen Mannschaft auf, die Sachlage zu klären und zu entscheiden. Gelingt dies nicht, wird das Spiel ohne Spielerwechsel fortgesetzt.


17. Ein bereits verwarnter Abwehrspieler versucht, den Ball kurz vor der Torlinie aufzuhalten. Dabei berührt er den Ball absichtlich mit der Hand, kann aber nicht verhindern, dass er trotzdem ins Tor prallt. Wie ist durch den Schiedsrichter zu entscheiden?
Die Verhinderung des Torerfolgs durch ein absichtliches Handspiel gelingt nicht. Deshalb ist das Tor in Anwendung der Vorteil-Bestimmung anzuerkennen. Für das unsportliche Handspiel ist der Abwehrspieler, da er bereits zuvor verwarnt war, mit „Gelb/Rot” des Feldes zu verweisen.

18. Wegen eines Foulspiels unterbricht der Schiedsrichter das Spiel. Er will den schuldigen Spieler deshalb verwarnen. Da dieser Spieler jedoch verletzt ist, bleibt er am Boden liegen und wird anschließend vom Feld getragen. Wie soll sich der Schiedsrichter verhalten?
Der Schiedsrichter soll den Spielführer darüber informieren, dass der Spieler verwarnt ist und neben dem Zeigen der Gelben Karte deutlich mit der Hand auf den Spieler zeigen, der vom Feld getragen wird. Danach Spielfortsetzung mit direktem Freistoß.


19. Ein Spieler verlässt während des laufenden Spiels ohne Abmeldung beim Schiedsrichter das Spielfeld und beleidigt mit einer deutlichen Geste den Trainer der gegnerischen Mannschaft. Wie muss der Assistent reagieren, wenn er den Vorgang wahrnimmt und wie ist vom Schiedsrichter zu entscheidenden?
Unter Beachtung der Vorteil-Bestimmung muss der Assistent das Vergehen mit der Fahne anzeigen. Für das unerlaubte Verlassen des Spielfeldes wäre der schuldige Spieler zu verwarnen. Da er aber den gegnerischen Trainer beleidigt, ist er für dieses schwerere Vergehen des Feldes zu verweisen. Spielfortsetzung wegen des unerlaubten Verlassens des Spielfeldes mit indirektem Freistoß dort, wo sich der Ball bei der Spielunterbrechung befand.


20. Freistoß-Entscheidung in Strafraumnähe für die Angreifer. Sofort nach der Entscheidung will ein Angreifer deutlich einige Meter zu weit vorne den Freistoß ausführen. Bevor der Schiedsrichter eingreifen kann, stellt sich ein Verteidiger vor den Ball und verhindert die Ausführung. Nun stoppt der Schiedsrichter das Spiel und muss wie entscheiden?
Besonders in Strafraumnähe sind die zwingenden Bestimmungen der Regel 13 einzuhalten und der Freistoß ist nur dort auszuführen, wo das Vergehen erfolgte. Der Schiedsrichter stoppte daher berechtigt das Spiel und muss die Ausführung am richtigen Ort veranlassen. Da die Ausführung nicht regelgerecht erfolgte, ist keine Verwarnung gegen den Abwehrspieler auszusprechen.


21. In einem Spiel der Kreisliga, das ohne neutrale Assistenten durchgeführt wird, entscheidet der Schiedsrichter kurz vor Spielende auf Strafstoß, da nach seiner Meinung der Ball von einem Verteidiger absichtlich vor Überschreiten der Torlinie mit der Hand aufgehalten wurde. Deshalb kommt es zu heftigen Reklamationen von Spielern der verteidigenden Mannschaft.
Neben dem Feldverweis wegen des Handspiels stellt der Schiedsrichter einen weiteren Verteidiger wegen der heftigen Reklamationen mit „Gelb/Rot“ vom Platz.
Der Strafstoß wird ausgeführt und vom Torwart ins Feld abgewehrt. Als sich der Ball bereits im Mittelfeld befindet, stellt der Schiedsrichter nun fest, dass sich der mit Gelb/Rot des Feldes verwiesener Spieler noch auf dem Spielfeld befindet. Obwohl dieser Spieler in keiner Art und Weise Einfluss auf die Ausführung ausübte, unterbricht er deshalb das Spiel und ordnet eine erneute Ausführung des Strafstoßes an. Diese führt zum Torerfolg. Was wurde hier alles falsch gemacht?
Zunächst beachtete der Schiedsrichter einen elementaren Grundsatz nicht: Ein Spiel kann erst dann fortgesetzt werden, wenn der des Feldes Verwiesene das Spielfeld und den Innenraum verlassen hat.
Bei der richtigen Beurteilung der Situation ist zu beachten, dass dieser Spieler nicht mehr zur Mannschaft und nicht mehr zum Spiel gehört. Er ist deshalb so zu behandeln, wie jede andere Person, die sich unerlaubt auf dem Spielfeld aufhält.
Da sich durch seine Anwesenheit auf dem Spielfeld keinerlei Beeinträchtigungen bei der Strafstoß-Ausführung ergaben, besteht kein Grund, den Strafstoß zu wiederholen. Das Spiel muss daher nach der Spielunterbrechung mit einem Schiedsrichter-Ball dort fortgesetzt werden, wo sich der Ball im Moment der Spielunterbrechung befand.
Hinweis: Die falsche Regelauslegung des Schiedsrichters führte aufgrund eines Urteils des Sportgerichts zu einer Neuansetzung des Spiels.

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