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Leistungsprüfung Freising:
Regeltest 2008
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Regeltest 2007
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Regeltest 2006/01
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DFB-Schiedsrichterzeitung:
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Regeltest Ausgabe 01/2005
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Regeltest DFB-Schiedsrichterzeitung 01/2007 - Lösung
1. Ein Angreifer schießt von der
rechten Außenposition den Ball
auf die rechte Seite des Tores. Gleichzeitig steht am linken Pfosten
ein weiterer Angreifer in Abseitsposition,
der nicht zum Ball
läuft und den Torwart auch nicht
beeinflusst. Wie ist durch den
Schiedsrichter zu entscheiden,
wenn der Torwart den Ball über
die Torlinie zur Ecke abwehrt?
Da der Ball auf die rechte Seite
des Tores geschossen wird, liegt
keine Beeinflussung des Torwarts
durch den am linken Pfosten stehenden
Angreifer vor. Deshalb ist
auf Eckstoß zu entscheiden.
2. Der Torwart wirft den Ball einem
im Strafraum stehenden Mitspieler
zu. Dieser spielt den Ball kontrolliert
mit dem Fuß zurück. Damit
ein hinzulaufender Angreifer
den Ball nicht erreichen kann,
wirft sich der Torwart zum Ball
und berührt ihn zunächst mit den
Händen. Anschließend hält er den
Angreifer am Fuß fest und verhindert
so eine klare Torchance. Wie
ist zu entscheiden?
Mit seinem ersten Vergehen
berührt der Torwart nach dem
kontrollierten Zuspiel durch einen
Mitspieler mit den Händen den
Ball. Danach hält er einen Angreifer
am Fuß fest. Da das schwerere
Vergehen zu ahnden ist, muss auf
Strafstoß entschieden werden.
Durch das Halten wurde eine klare
Torchance verhindert; der Torwart
muss daher des Feldes verwiesen
werden.
3. Der Ball wird aus dem Strafraum
geschlagen und überschreitet
nach einem Zweikampf knapp die
Seitenlinie. Nach dem deshalb erfolgten
Fahnenzeichen des Assistenten
schlägt ein Verteidiger im
Strafraum einen Gegenspieler.
Wie ist durch den Schiedsrichter
zu entscheiden, wenn er den
Schlag wahrnimmt?
Zum Zeitpunkt des Schlags befand
sich der Ball nicht mehr im Spiel,
da er das Spielfeld über die Seitenlinie
verlassen hatte. Deshalb kann
nicht mehr auf Strafstoß entschieden
werden. Der Verteidiger muss
jedoch des Feldes verwiesen werden.
Das Spiel ist mit einem Einwurf
für die berechtigte Mannschaft
fortzusetzen.
4. Bei einem Schuss auf das Tor
steht ein Angreifer in der Flugbahn
des Balles sowie im Sichtfeld
des Torwarts, der dadurch behindert
wird. Der Assistent erkennt
die strafbare Abseitsposition und
bleibt, nachdem ein Tor erzielt
wurde, mit gesenkter Fahne stehen.
Mit einem Handzeichen ruft er danach den Schiedsrichter zu
sich. Dann teilt er ihm mit, dass
eine strafbare Abseitsstellung des
Angreifers gegeben war. War das
Verhalten des Assistenten richtig?
Wie ist zu entscheiden?
Das Verhalten des Assistenten war
falsch, da er eine strafbare Abseitsstellung
erkannte und diese dann
auch mit der Fahne anzeigen muss.
Wie bei allen Entscheidungen muss
sich der Schiedsrichter der Anzeige
des Assistenten nicht anschließen.
Da aber der Angreifer in der Flugbahn
des Balls und im Sichtfeld des
Torwarts stand, soll der Schiedsrichter
die Meinung des Assistenten übernehmen und auf Abseits
und indirekten Freistoß entscheiden.
5. Ein Einwurf eines Angreifers erfolgt
weit in den Strafraum. Den
aufspringenden Ball kann der Torwart
wegen der Behinderung
durch einen Mitspieler nicht erreichen.
Damit der Ball nicht ins Tor
gelangt, hält ihn ein Verteidiger
mit der Hand auf. Anschließend
prallt der Ball neben dem Tor über
die Torlinie. Wie muss der Schiedsrichter
entscheiden?
Der Spieler verhindert mit seinem
Handspiel kein Tor, da durch einen
Einwurf ein Tor nicht direkt erzielt
werden kann. Trotzdem ist der
Spieler wegen des unsportlichen
Handspiels zu verwarnen, und das
Spiel ist anschließend mit einem
Strafstoß fortzusetzen.
6. Vor der Strafstoß-Ausführung übersieht
der Schiedsrichter, der alleine
leitet, dass sich ein Angreifer
ohne seine Zustimmung außerhalb
des Spielfelds hinter der Torlinie
befindet. Nach der korrekten Freigabe durch den Schiedsrichter
wird der Strafstoß ohne weitere
Regelverletzungen neben das Tor
getreten. Wie ist durch den
Schiedsrichter zu entscheiden?
Vor der Strafstoß-Ausführung müssen
sich alle Spieler auf dem Spielfeld
befinden. Ein Mitspieler des
Schützen verstößt gegen die Regel
14 und steht außerhalb des
Spielfelds hinter der Torlinie. Da
der Ball neben das Tor getreten
wird, besteht somit bei einem Fehler
eines Spielers der angreifenden
Mannschaft keine Veranlassung,
den Strafstoß zu wiederholen
oder den Spieler zu verwarnen.
Das Spiel ist mit einem Abstoß
fortzusetzen.
7. Bei der Freistoß-Ausführung in
der Nähe des Assistenten läuft ein
Abwehrspieler, bevor der Ball gespielt
wird, zu nah an den Ausführungsort.
Der Schiedsrichter
unterbricht deshalb das Spiel und
ordnet eine Wiederholung an. Den
schuldigen Spieler, der bereits mit
einer Verwarnung belastet ist,
verwarnt er jedoch nicht. Wie sollen
sich der Assistent verhalten
und der Schiedsrichter entscheiden?
Wenn ein Freistoß wegen des zu
frühen Vorlaufens eines Abwehrspielers
wiederholt werden
muss, ist die Verwarnung des
schuldigen Spielers zwingend. Da
der Schiedsrichter dies versäumt,
muss der Assistent bei eindeutiger
Sachlage (und Folge „Gelb/Rot”)
die Spielfortsetzung verhindern.
Der schuldige Spieler ist danach
mit „Gelb/Rot” des Feldes zu verweisen.
Spielfortsetzung mit der
Wiederholung des Freistoßes.
8. Ein Spieler befindet sich wegen einer
Verletzung außerhalb des
Spielfeldes hinter der Torlinie. Als
ein Angreifer frei auf das Tor
zuläuft, betritt dieser Spieler das
Spielfeld und versucht den Ball
zu erreichen und damit eine klare
Torchance zu verhindern. Er kann
den Ball lediglich berühren, aber
nicht verhindern, dass anschließend
der Angreifer den Ball ins Tor
schießt. Wie muss der Schiedsrichter
entscheiden?
Der Spieler gehört zur Mannschaft
und zum Spiel. Nach dem unangemeldeten
Spieleintritt berührt er
den Ball und greift damit ins Spiel
ein. Da der Angreifer jedoch
anschließend den Ball unter Kontrolle
bringen und ein Tor erzielen kann,
ist Vorteil zu gewähren
und das Tor anzuerkennen. Für
den unangemeldeten Spieleintritt
muss der Spieler verwarnt werden.
9. Ein Spieler ist gleichzeitig auch
Trainer seiner Mannschaft. Dieser „Spielertrainer“ wird wegen eines
Handspiels, das ein Tor verhinderte,
mit der Roten Karte des Feldes
verwiesen. Nachdem er das
Feld verlassen hat, bleibt er auf
der Spielerbank in der Technischen
Zone sitzen. Wie muss sich
der Schiedsrichter verhalten und
entscheiden?
Jeder Spieler, der des Feldes verwiesen
wurde, muss die Technische
Zone und die Umgebung des
Spielfelds verlassen. Dabei ist es
unbedeutend, dass der als Spieler
des Feldes verwiesene Spieler
gleichzeitig noch als Trainer fungiert.
Der Schiedsrichter muss somit
durchsetzen, dass der „Spielertrainer“
entsprechend den Anweisungen
die Technische Zone
verlässt.
10. Ein Angreifer befindet sich in einer
Abseitsposition. Er stört oder behindert
dabei keinen Gegner. Als
der Ball von einem Mitspieler aus
der eigenen Spielfeldhälfte gespielt
wird, läuft dieser Spieler nun
alleine zum Ball. Muss der Schiedsrichter
mit der Ahndung der Abseitsstellung
warten, bis dieser
Spieler den Ball berührt?
Nein! Da der Angreifer nach dem
Zuspiel von einem Mitspieler alleine
zum Ball läuft, ist das Spiel
zu unterbrechen, da kein anderer
Angreifer, der sich nicht in einer
Abseitsposition befindet, den Ball
erreichen kann. Durch die schnelle
Spielunterbrechung werden auch
Konflikt-Situationen mit Abwehrspielern
vermieden. Spielfortsetzung
mit indirektem Freistoß.
11. Der Ball wird über eine weite
Strecke zu einem Angreifer gespielt,
der sich in einer Abseitsposition
befindet, ins Spiel jedoch
nicht eingreift. Ein Verteidiger
berührt den Ball mit dem Kopf, der
danach zu diesem Angreifer prallt.
Das Fahnenzeichen des Assistenten
wird vom Schiedsrichter ignoriert
und anschließend wird ein
Tor erzielt, das anerkannt wird.
Wer hat richtig entschieden?
Die Abseitsposition des Angreifers
war zunächst nicht strafbar, da er
noch nicht ins Spiel eingriff. Danach
prallt der von dem Verteidiger
unkontrolliert geköpfte Ball zu
dem sich in Abseitsposition befindlichen
Angreifer. Dieser zieht
nun aus seiner Position einen Vorteil,
ist somit in einer strafbaren
Abseitsstellung. Das Fahnenzeichen
des Assistenten war richtig,
der Schiedsrichter hätte auf Abseits
und nicht auf Tor entscheiden
müssen.
12. Bei der Strafstoß-Ausführung
spielt der Schütze den Ball mit
dem Absatz zurück und ermöglicht
so einem Mitspieler, den Ball
anzunehmen. Dieser Spieler läuft
noch einige Schritte und erzielt
dann ein Tor. Muss der Schiedsrichter
eingreifen?
Wenn der Ball bei der Strafstoß-Ausführung zurück gespielt wird,
verstößt der Strafstoß- Schütze
gegen Anweisung 4 der Regel 14.
Diese schreibt zwingend vor, dass
der Ball mit dem Fuß nach vorne
gespielt werden muss. Wenn die
Ausführung mit der Hacke nach
hinten erfolgt, soll der Schiedsrichter
das Spiel sofort unterbrechen
und auf indirekten Freistoß
am Strafstoßpunkt entscheiden.
13. Nach starken Regenfällen sind
Teile des Spielfelds unter Wasser;
die Weiterführung des Spiels ist jedoch
nicht gefährdet. Nach einer
Strafstoß-Entscheidung will der
Schütze den Ball, da die Strafstoßmarke
mit Wasser bedeckt ist, einen
Meter neben die Marke legen.
Handelt der Schiedsrichter richtig,
wenn er darauf besteht, dass die
Ausführung genau von der Strafstoßmarke
erfolgt?
Die Regel 14 schreibt zwingend die
Ausführung genau von der Strafstoßmarke
vor. Deshalb handelt
der Schiedsrichter richtig, wenn
er die Einhaltung dieser Regelbestimmung
verlangt. Wenn es ohne
große zeitliche Verzögerung möglich
ist, kann vorher durch Auftragen von Sand das Problem behoben
werden.
14. Nachdem der Torwart nach einem
Zweikampf eine Flanke ins Feld
abgewehrt hat, gerät ein Angreifer
hinter die Torlinie in den Raum,
der vom Tornetz begrenzt wird.
Da sich der Torwart vom Angreifer behindert fühlt, schlägt er dem
Angreifer die Hand ins Gesicht.
Der Schiedsrichter, der den Vorgang
erkennt, unterbricht deshalb
das Spiel. Wie ist zu entscheiden?
Der Torwart trifft den Angreifer
hinter der Torlinie, somit außerhalb
des Spielfelds. Deshalb kann
bei diesem Kontaktvergehen gegen
einen Gegenspieler keine
Spielstrafe ausgesprochen werden.
Das Spiel ist daher mit einem
Schiedsrichter-Ball dort fortzusetzen,
wo der Ball sich bei der Unterbrechung
befunden hatte. Für
den Schlag muss ein Feldverweis
ausgesprochen werden.
15. Ein Verteidiger läuft hinter einem
Angreifer und versucht, den Ball
zu erreichen. Da dies kurz vor dem
Strafraum nicht gelingt, hält er ihn
am Hemd fest. Während das Halten
fortgesetzt wird, ist der Angreifer
in den Strafraum gelaufen
und kommt dann, etwa zwei Meter
innerhalb des Strafraums, zu Fall.
Wie muss entschieden werden,
wenn dadurch eine gute Angriffssituation verhindert wurde?
Das Halten, das außerhalb des
Strafraums begann, setzt sich
noch innerhalb des Strafraums
fort. Deshalb ist das Vergehen als
innerhalb des Strafraums zu werten
und daher mit Strafstoß zu
ahnden. Der Verteidiger ist zu
verwarnen, da er eine gute Angriffs-Situation verhinderte.
16. Der Torwart hat den Ball mit den
Händen unter Kontrolle. Nun
bleibt er mit dem Ball in einer
Hand stehen und sucht einen Mitspieler,
dem er den Ball zuspielen
kann. Von der Seite läuft ein Angreifer
zum Torwart und spielt
ihm den Ball mit dem Kopf aus der
Hand. Wie ist zu entscheiden,
wenn anschließend ein Tor erzielt
wird?
Jeglicher Angriff auf den Torwart,
der den Ball hält, ist verboten. Dies
betrifft auch das Spielen des Balles
mit dem Kopf. Deshalb muss
das Spiel unterbrochen und mit einem
indirekten Freistoß fortgesetzt
werden. Eine Disziplinarstrafe
ist nicht auszusprechen.
17. Bei der Ausführung eines Freistoßes
aus dem eigenen Strafraum
schießt der ausführende
Spieler einen Mitspieler an, der
sich knapp innerhalb des Strafraumes
befindet. Von dort prallt der
Ball zu einem korrekt postierten
Angreifer, der ihn kontrolliert annehmen
kann. Wie muss der
Schiedsrichter reagieren und entscheiden?
Wenn der Ball nach der Freistoß-Ausführung innerhalb des eigenen
Strafraums einen Mitspieler trifft,
muss der Schiedsrichter das Spiel
sofort unterbrechen. Da der Ball
erst im Spiel ist und damit auch
erst gespielt werden kann, wenn
er den Strafraum verlassen hat,
muss der Freistoß wiederholt werden.
Eine Gewährung von „Vorteil“
ist nicht möglich.
18. In einem Spiel der Kreisliga tauschen
der Torwart und ein Mitspieler
während einer längeren Spielunterbrechung
wegen einer Verletzung
ohne Information des allein
leitenden Schiedsrichters ihre
Positionen. Sie wechseln dabei
auch die Spielkleidung. Während
des laufenden Spiels bemerkt der Schiedsrichter den Wechsel, als
der „neue“ Torwart den Ball mit
der Hand aufnimmt. Wie soll er
reagieren und entscheiden?
Wenn ein Spieler mit seinem Torwart
ohne Information des
Schiedsrichters die Positionen
tauscht, soll der Schiedsrichter,
wenn er dies bemerkt, das Spiel
deshalb nicht sofort unterbrechen.
Dies gilt auch, wenn der„neue“ Torwart den Ball mit der
Hand spielt. Allerdings müssen die
beiden betroffenen Spieler in der
nächsten Spielruhe verwarnt werden.
19. Nach einem Zweikampf vor den
Technischen Zonen gerät ein Angreifer über die Seitenlinie. Da der
Schiedsrichter keinen Freistoß für
ihn gibt, ist dieser Spieler verärgert.
Er nimmt deshalb einen dort
am Boden liegenden Ersatzball
und wirft ihn seinem Gegenspieler,
der im Spielfeld steht, aus kurzer Entfernung heftig ins Gesicht. Wie
ist zu entscheiden, wenn deshalb
das Spiel unterbrochen wird?
Der Angreifer, der außerhalb des
Feldes steht, trifft seinen Gegenspieler
mit dem Ball innerhalb des
Spielfelds heftig im Gesicht. Der
Kontakt erfolgt somit bei laufendem
Spiel innerhalb des Feldes.
Deshalb muss bei diesem Kontaktvergehen
auf direkten Freistoß
entschieden werden. Wegen des
heftigen Anwerfens ist der Spieler
des Feldes zu verweisen.
20. Bei einer Freistoß-Ausführung
kurz vor dem Strafraum trifft der
Verteidiger den Ball nicht richtig.
Deshalb läuft er dem Ball hinterher
und versucht, ihn vor einem
Angreifer zu erreichen. Dabei
berührt er den Ball, kann aber nicht
verhindern, dass anschließend der
Angreifer den Ball unter Kontrolle
hat und ungehindert frei zum Tor
laufen kann. Nun unterbricht der
Schiedsrichter das Spiel. Hat er
richtig eagiert?
Die Entscheidung des Schiedsrichters
war falsch, da der Ball
nach der Freistoß-Ausführung im
Spiel war. Obwohl danach eine erneute
Berührung durch den Verteidiger
erfolgte, hätte das Spiel
nicht unterbrochen werden dürfen.
Da der Angreifer den Ball unter
Kontrolle hatte, muss „Vorteil“
gewährt werden.
21. Ein Strafstoß muss erneut ausgeführt
werden, da der Schütze vor
dem erfolgreichen Schuss den
Torwart unerlaubt täuschte. Die
Wiederholung erfolgt durch den
gleichen Schützen. Dabei wird der
Anlauf erneut deutlich unterbrochen.
Trotzdem kann der Torwart
den Ball abwehren, der dann vom
Schützen ins Tor geschossen wird.
Entscheidungen?
Der Strafstoß-Schütze täuscht
den Torwart auch bei der zweiten
Ausführung unerlaubt. Der Schiedsrichter
soll möglichst vor dem
Nachschuss das Spiel unterbrechen.
Da der Schütze die Regel 14
wiederholt verletzt, muss eine
Verwarnung ausgesprochen werden
Spielfortsetzung mit einem
indirekten Freistoß am Strafstoßpunkt.
22. Während das Spiel läuft, beleidigt
ein Angreifer den Schiedsrichter-Assistenten wegen einer seiner
Meinung nach nicht erfolgten
Foulspielanzeige. Nach dem Fahnenzeichen
des Assistenten unterbricht
der Schiedsrichter das
Spiel. Welche Entscheidungen sind
nun zu treffen und wo ist das Spiel
fortzusetzen?
Die Beleidigung des Assistenten
ist eine grobe Unsportlichkeit, die
mit einem Feldverweis des Angreifers
zu ahnden ist. Da die Beleidigung
innerhalb des Spielfelds
erfolgte und der Ball im Spiel war,
muss der indirekte Freistoß dort
ausgeführt werden, wo sich der
Angreifer befand.
23. Im Verlauf des Spiels reklamiert
und protestiert der Trainer der
Heim-Mannschaft mehrfach gegen
Entscheidungen des Schiedsrichters.
Nachdem der Assistent/Vierte
Offizielle den Trainer bereits zweimal
ermahnt hatte, protestiert
dieser Trainer erneut optisch
deutlich gegen eine Entscheidung.
Deshalb verweist der Assistent/Vierte Offizielle den Trainer
während der nächsten Spielunterbrechung
aus dem Innenraum.
War dieses Vorgehen richtig?
Der Assistent/Vierte Offizielle hat
sich zunächst richtig verhalten,
den Trainer zu ermahnen. Ob er
dies zweimal tut, hängt von dem
Ereignis ab und liegt in seinem Ermessen.
Falsch handelt er, wenn
er ohne Information und vor allem
ohne die Entscheidung des
Schiedsrichters den Verweis ausspricht.
Dieser kann nur vom
Schiedsrichter oder auf Weisung
des Schiedsrichters durch den
Spielführer der betroffenen Mannschaft
erfolgen.
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